Geld macht nicht glücklich, aber ruhig.

Shownotes

Macht Geld glücklich oder zumindest entspannter? In dieser Folge sprechen Basti und Martin offen, ehrlich und mit einer ordentlichen Portion Selbstironie über Geld, Neid, Missgunst und unterschiedliche Perspektiven auf Wohlstand. Warum wir uns in Deutschland oft klein machen, wieso Armut und Reichtum keine einfachen Gegensätze sind und weshalb Geld eher ein Werkzeug als ein Wert an sich ist. Eine Folge über gesellschaftliche Denkmuster, persönliche Erfahrungen, Reisen, Motivation und die Erkenntnis, dass Sorgen überall existieren – nur in unterschiedlichen Formen.

Hein & Kollegen Festwerk Unter den Eichen

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00:00:00: Speaker: Basti Geld macht nicht glücklich. Oh, die einen sagen so also ich sage anders. Also ich kann aber natürlich nur der sagen, der es nicht hat. Also von daher. Ich sag dir, Geld allein macht nicht glücklich. Ja, aber gut. Also ganz ehrlich, dieser Spruch, der ist sehr abgedroschen und sehr alt. Das ist 80s. Das ist richtig. Nein, eigentlich will ich ja darauf hinaus. Und das ist. Ja, aber. Aber es beruhigt so schön. Ja, absolut. Also. Also, ich finde, Geld kann glücklich und beruhigend sein. Ich meine, mein Ding wieder. Warum traut sich das keiner zu sagen? Ich finde ja, Geld allein macht nicht glücklich. Aber es ist wirklich wahnsinnig beruhigend. Ja, natürlich. Also warum muss man sich dann immer gleich damit schlecht fühlen, wenn man so was. Also ich. Ich sehe, ich sehe schon wieder die Kommentare. Ja, aber das sind genau die Kommentare, also die die Leute schreiben, die es halt auch nicht haben. Und das ist genau so in allen ganz vielen Lebensbereichen. Schlürf jetzt mal unseren äthiopischen Kaffee. Ist das der von Katzen ausgekackte und dann wieder aufbereitete? Aber er kommt aus Äthiopien. Nee, nee, nee, da kommt was, weiß ich nicht. Der kommt aus Südamerika oder Südamerika. Ja, irgendwie so eine komische Katze. Ja, stimmt. Stimmt. Und wenn die nicht mehr kackt, gibt's den Kaffee nicht mehr. Ja, Ja, genau. Ja. Ja. Bei dir Irgendwie. Ja, das finde ich schon ziemlich eklig. Den Gedanken. Aber egal. Ja. Nee. Also, das ist ja ganz in ganz vielen Lebensbereichen so, dass die Menschen, also ich sag mal so, wenn du jetzt ins Fitnessstudio gehst und dann machst du da drei Jahre deinen, deinen Körper irgendwie und dann postest du da meinetwegen auf Social Media ein Foto und du hast halt nicht einen Sixpack und hast halt nicht die perfekten Arme. Aber du hast halt einen muskulösen Körper. So, dann schreiben die Leute, die halt dreißig Kilo Übergewicht haben, achtzig Jahre alt sind oder noch nie ein Fitty von innen gesehen haben. Na ja, komm, Martin. Also, was ist denn das für ein Körper? Also, das ist ja wohl. Also bitte, Da muss er ja wohl nicht zeigen. So, und genau so ist es halt, wenn du und ich glaube, das ist mittlerweile so in unseren Köpfen drin, dass wenn es einem gut geht oder wenn es einem etwas, wenn man irgendwas erfolgreich geschafft hat, dass man sich halt ganz weit runterreduziert, weil man genau diese Kommentare nicht haben möchte. Und wenn du ein volles Portemonnaie hast, ja, dann werden die Leute, die vom Bürgergeld leben, sagen, was du denn bitte für ein Asi bist. Ja, vor allen Dingen was ist denn ein volles Portemonnaie? Na ja, aber. Also zumindest so voll, dass du sagen kannst Hey, mich das Geld, was ich habe, das beruhigt mich. Genau. Es wird ja gar nicht hinterfragt, was voll ist. Was ist denn voll? Also, es ist ja nur eine Frage der Perspektive. Also wenn wahrscheinlich Carsten Maschmeyer auf mein Konto schaut, der wäre sehr beunruhigt. Wahrscheinlich sehr beunruhigt. Sehr, sehr beunruhigt. Sehr, sehr, sehr beunruhigt wäre. Ja. Wovon lebt der Mann? Oh mein Gott! Oh, mein Gott. Am Ende der Woche ist vorbei. Wie kann er ruhig schlafen? Ja, Ja, ja, Ja. So. Und wenn das ein Flüchtling sehen würde? Also, politisch korrekt sagt man Geflüchteter. Was? Was ist denn der Unterschied? Warum nicht Flüchtling? Kann man das erklären? Also, ich weiß es wirklich nicht. Also keine rhetorische Frage. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Aber ein Flüchtling ist ja auch, glaube ich, gerade einer, der dabei ist. Und ein Geflüchteter ist angekommen. Also klar, weiß ich. Also rein jetzt. Jetzt nicht böse sein, aber ich weiß nicht, was mir lieber ist. Ja, gut, dass du die Kommentare kriegst. Und ich trinke nur Kaffee. Und ich habe heute noch keinen Alkohol getrunken. Nein, ich kann mir das schon wieder anhören. Aber egal. Aber der war vors Tor gelegt. Ja, ja, aber. Aber nur, weil er vorm Tor liegt, heißt es nicht, dass man auch trifft. Volltreffer. Ja, Ja. Versenkt. Nein. Also. Und wenn es ein geflüchteter Flüchtling. Aus Pakistan ist? Ja, dann guckt er. Egal, ob in deine. Mein in ein Portemonnaie eines Alltagsmenschen. Eines Normalos in Deutschland. Gott, sind die reich. Also mich hat mal in Pakistan. Also ich war ja jahrelang relativ viel in Pakistan unterwegs, deswegen komme ich auf Pakistan. Da hatte man dich vielleicht auch mal einfach mal scannen und gucken, ob du nicht vielleicht so ein Schläfer bist oder so, Kann man gerne machen. Gruß an Verfassungsschutz, feel free also. Und da fragte dann irgendeiner mal ähm, wie viel? Also ein Hotelangestellter fragte mich dann Sagen Sie mal, wie viel Stromausfall haben Sie denn so am Tag? Aha, in Europa? Mhm. Ich so? Na ja, vielleicht eine Stunde im Jahr. Ich will gerade sagen. Also. Ja, aber die haben sechzehn am Tag. Ja, Okay. Und. Also. Da verschieben sich doch Perspektiven. Und mein Junge, das dann ist, wenn man schläft. Vielleicht ist es ja egal. Ich glaube. Ich glaube nicht. Ich glaube eher, es ist eher andersrum. Okay, ich. Also, um darauf zurückzukommen, dieses, dieses, dieses, dieser Neidfaktor. Ich Ich finde den ganz schlimm. Also. Ja, Geld macht allein nicht glücklich. Aber Armut macht ganz sicher unglücklich. Nein, es ist auch falsch. Nee, ist auch nicht richtig. Es stimmt nicht. Ist auch zu pauschal zu pauschalisieren. Fällt mir gerade auf. Also wenn du. Wenn du. Was genau? Was ist denn Armut? Also das wäre jetzt Sicht. Maschmeyer, Hein und und und. Wenn man absolut Ja, absolut. Und wenn man viel reist, stellt man fest, manche sind glücklicher mit ganz viel wenig. Mit ganz viel wenig. Oh Gott, was sind das für Deutsche? Ja, gut, das müssen wir ganz viel. Manche sind glücklich mit ganz viel, wenig. Und das nehmen wir in die Zitatliste. Zwanzig, fünf und zwanzig von Herrn Hein auf. Ich finde, das ist das Dezemberblatt für deinen Pin up Kalender. Grrrrrrr ganz wenig. Ganz viel wenig. Es ist jetzt auch kein Kompliment, wenn du mich auf Pin up zauberst und darunter schreibst. Ganz viel wenig. Ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt passend ist. Ehrlicherweise lass ich ganz unkommentiert hier stehen. Ja. So. Also noch mal von vorne. Nein, stimmt auch wieder nicht. Ich glaube genau. Also der Grundgedanke muss doch sein, man kann es nicht pauschalisieren. Aber ich finde, man darf Geld auch nicht verteufeln. Ja, genau. Also ich glaube, man darf gar nichts verteufeln. Also das ist halt so dieses dieses Schubladendenken. Also wenn ich mich zum Beispiel daran zurückerinnere, als ich irgendwann in Indien war vor. Vor ein paar Jahren, ähm und da würde man ja schon sagen, dass aus der europäischen Sicht ganz, ganz viele Menschen in Armut leben, So definitiv. Und wir sind da durch diese Gegend gefahren und standen halt an einem Bahnübergang und es fuhr so ein Zug vorbei. So ein typischer Zug, wie es halt irgendwie so aus irgendwelchen indischen Filmen ist. Die Leute hingen da an den Türen, weil einfach völlig völlig überfordert und überfüllt und auf Dächern. Ja, also es war wirklich so und der Staub und es standen Autos auf der anderen Straßenseite und da war ein LKW, da standen ganz viele Leute auf der Ladefläche, die halt irgendwie vielleicht vom Feld irgendwie nach Hause gefahren sind usw. Ähm, klar, ich kann das natürlich leicht sagen, weil ich komme ja dann aus dem in Anführungsstrichen Wohlstand. Aber ich habe gedacht boah, also eigentlich ist das schon ein geiles Leben. Also die also so also es klingt jetzt vielleicht doof und es klingt auch so ein bisschen arrogant oder so, aber irgendwie. Es gab Situationen, auch wenn wir bei den Familien waren, die halt ganz einfach gelebt haben oder so, die haben andere Sorgen. Aber die, ob die Sorgen jetzt schlechter oder besser sind als die, die wir haben in einer wohlhabenden Zivilisation, das konnte ich gar nicht entscheiden, weil ich glaube, wir machen uns. Ich glaube, wir machen uns viel Sorgen um Konjunktive. Ja. Erkläre ruhig kurz, was ein Konjunktiv ist. Also hätte, hätte, hätte, Fahrradkette. Also, hätte, könnte, sollte. Vielleicht passiert es in der Zukunft ja. Wir wissen gar nicht, ob das passiert. Aber wir machen uns schon mal nen Kopf. Ja, wir machen uns schon mal Sorgen. Und ganz schlimm. Ja, definitiv. Es könnte ja sein, dass Und wenn du nicht eine Liquiditätsvorsorge hast von mindestens ein Jahr. Ja. Stell dir vor, du kommst auf der Autobahn um. Deine Frau kommt am selben Tag durch einen Flugzeugabsturz um. Deine Kinder sind noch nicht volljährig, Deine Bank gibt die Konten und und und und On top und die glaube ich, machen sich Gedanken über Fakten oder Sorgen über Fakten. Genau. Genau. Oh Mensch, ich habe jetzt heute nur ein hundert Gramm Reis. Eigentlich bräuchte ich ein hundert fünfzig. Wo kriege ich jetzt noch die anderen fünfzig Gramm? Also die machen sich dann die Sorgen, wenn sie auftreten und wir haben schon so eine, so ein Level erreicht, dass wir uns Sorgen machen können um ungelegte Eier. Eigentlich. Bestes Beispiel ist ja und da muss ich auch leider sagen, auch das macht mich ganz nervös. Aber das wird ja auch immer wieder erzählt und gemacht und man soll usw jetzt kommt es die Rente. Also ich meine. Ich meine es sind jetzt. Macht mich ganz nervös. Ja, also. Ja, weil ich bin halt einfach.... das ist so geil. Es macht mich ganz nervös. Ja, macht es mich wirklich! Weil jeder die ganze Zeit davon. Ja. Sebastian, was machst du denn von deiner Rente? Und ich denke mir jedes Mal so Nein, nicht so viel irgendwie. Und. Also ich zahle ja auch nicht in die Rentenkasse ein, weil ich nun mal selbstständig bin und. So? Ja, aber. Und dann? Und dann kommt dieser Moment, da denke ich mir So what the fuck? Wer weiß, ob ich da überhaupt noch lebe, dass ich überhaupt noch einen Anspruch auf Rente habe. So weit denken die gar nicht. Nee, weil die Faktenlage was ganz anderes hergibt. Wenn ich mir darüber Gedanken mache. Ist ja logisch. Also wenn du. Wenn du für die nächste Woche ausgesorgt hast, machst du dir Gedanken darüber. Wie gehe ich die zweite Woche an? Du kannst aber auch einfach hingehen und sagen die Ich genieße jetzt einfach diese Woche, weil ich mir keine Gedanken machen muss und dann gucke ich mal, was dann die Woche kommt. Wenn das der Gradmesser für Wohlstand ist, dann ist es bei uns so Wir machen uns gar nicht mehr Gedanken über die nächsten zwanzig Jahre, sondern über das Danach. Ja, ja, ja, weil die nächsten zwanzig Jahre sind ja für uns schon safe. Haken dran. Wird schon irgendwie gehen. Es sei denn, es kommt dann halt wieder irgendwas, worüber ich mir in dem Moment noch nicht den Kopf zerbrochen habe. Und dann kommt jemand und sagt Hey, du musst dir darüber auch noch mal den Kopf sein. Weil das ist nicht in zwanzig Jahren, das ist schon in zehn Jahren. Ja, genau so! Ja, genau. Aber so ist es doch. Ja, das stimmt schon. Und die leben ganz häufig im Moment und machen sich dann Sorgen über eine Faktenlage, die sie genau dann trifft. Und ich glaube, wir werden Kommentare bekommen, wie arrogant wir sein können, über so etwas sprechen zu können, obwohl wir gar nicht wissen, wie sich sowas anfühlt. Das kann man aber jedem vorwerfen. Also ich finde, ich finde es schon schön, dass man sich überhaupt darüber Gedanken macht und sagt Guck mal, ich kann ja auch nicht bewerten, wie sich also jetzt nehmen wir mal als Beispiel, weil wir schon genannt haben, ich will jetzt überhaupt nicht an der Person festmachen, jetzt kommt. Na ja, aber wer weiß, wie sich Carsten Maschmeyer fühlt. Ja, ja, Also weißt du, wir aus unserer Perspektive hier unten, wir armen Asis. Ja, Wir sagen also, der was, der hat doch keine Sorgen. Doch, Sorgen wird der definitiv. Weil jeder Mensch hat Sorgen. Richtig! Richtig. Also, der macht sich halt andere Sorgen. Aber der seine Sorgen haben ja in seinem Kopf auch ihre Berechtigung. Ihr könnt es ja genauso sagen. Also wie arrogant seid ihr zu vermuten, dass Carsten Maschmeyer so oder so oder so denkt? Also wir haben ja nur die Chance, uns zu versuchen, andere Perspektiven einzusetzen. Ja, und ich glaube, das ist halt ganz oft so, dass man halt eher also dass die Dinge, die für einen selber die größte Sorge ist, automatisch auch den größten Neid auslöst. Ja, also wenn ich übergewichtig bin, dann, dann finde ich den, der sportlich ist, finde ich assi. Genauso wie wenn ich kein Geld habe, dann sage ich geh doch nicht arbeiten und und hier guck dir doch mal an, wie die anderen da die machen, die machen den ganzen Tag nichts anderes. Im Endeffekt sagen sie aber genau das. Mir ist der Neid fremd. Das ist mein Problem. Ich kann das nicht nachvollziehen. Nee, also Neid finde ich, finde ich. Also Neid finde ich gar nicht schlimm, weil ich finde, ich kann es nicht fühlen. Ich finde Missgunst, Missgunst ist nicht dasselbe. Nein, nein, nein. Also Neid ist also der Unterschied ist bei Neid, wenn du sagst Oh du, ich fliege jetzt zwei Wochen nach Bali und lege mich da in die Sonne und werde von vorne bis hinten mit irgendwelchen Massagen verwöhnt usw Und ich sage Boah, da bin ich aber echt neidisch. Das hat nichts, das ist nichts Böses. Da bin ich halt einfach so! Ach ja, hätte ich auch gerne. Kann ich aber nicht. Aber ja, also das ist schon normales menschliches Verhalten. Missgunst. Siehst du, sowas wäre mir völlig bums ist ist dann die die Weiterentwicklung von dem Bösen Neid. Boah ey, die sagt dieser Hein, der fliegt ja schon wieder nach Bali. Ich will gar nicht wissen, was du da wieder was erzählt. Ich war da noch nie. Ja, aber genau das ist der Unterschied. Also Neid ist ein ganz normales menschliches Ding. Man darf neidisch sein. Das motiviert auch. Also Neid kann ja auch, wenn ich jetzt sage Och Mensch, ich will auch mal nach nach Bali. Oder als ich in Amerika so fing meine meine in Anführungsstrichen. Ich will es jetzt nach zwei Jahren noch nicht Fitness Karriere nennen, aber so fing das an, weil ich halt neidisch auf die Leute war, die in Los Angeles mit ihrem Sixpack am Strand vorbeigelaufen, an diesen Außengeräten. Ja, ja, da war ich neidisch, weil ich dachte Oh, die haben das und ich nicht. Und das hat mich dazu motiviert zu sagen Doch, so kriege ich hin. Bei Missgunst habe ich das nicht. Dann finde ich dich. Dann bin ich böse. Dann will ich. Dann weißt du. Und deswegen kann Neid auch etwas sehr Positives sein. Jetzt wo ich drüber nachdenke, hast du recht. Aber dann sind wir ein sehr missgünstiges, missgünstig oder missgünstiges Volk. Missgünstiges Volk. Dann sind wir sehr missgünstiges Volk, Weil ich glaube, uns als Unternehmer limitiert das teilweise, weil du dich permanent dafür rechtfertigen musst, obwohl du teilweise arbeitest wie ein Vieh und dann limitierst du dich selber. Wenn ich das jetzt mache, dann dann gucken die Nachbarn wieder und und und und und Und dann schauen die Mitarbeiter und und und. Das ist ja alles ganz schlimm und ich finde, das hemmt uns ja. Also a hemmt es uns, wenn man sich drauf einlässt. Also es gibt auch glaube ich genug Menschen, die sagen nee, ist mir egal, juckt mich nicht, Aber es kann uns natürlich auch auf der anderen Sicht hemmen, dass es natürlich auch Menschen gibt, die feststellen ähm, vielleicht, dass irgendein Ding gut läuft. Ob das jetzt vielleicht ein Cafe ist oder ein Restaurant oder ein Autohaus oder was auch immer es läuft. Dass die Leute sagen Nee, da gehe ich nicht hin, der hat die Taschen voll. Also da gehe ich lieber, den unterstütze ich doch nicht noch. Genau dem tue ich das nicht auch noch rein. Genau so und das ist halt genau das ist Missgunst. Und das finde ich ganz schlimm. Ja, definitiv. Und dafür sind wir Deutsche leider, leider, leider sehr prädestiniert und auch gut ausgebildet. Und das merkt man auch. Was jetzt? Das hat ja nicht nur immer was mit dem Beruf oder mit der Arbeitswelt zu tun, das kann auch im Privatleben sein. Wie oft ist es so, wenn jetzt zum Beispiel ein ein ein etwas älterer Mann mit einer jüngeren Frau liiert ist, dann wird da gleich gesagt Ach, guck mal hier der, der hat sich da so eine Perle gekauft. Und das ist aber vielleicht einfach Liebe ist und dass sie sich toll verstehen und sagen ja, das ist die Diskussion, gibt es überhaupt nicht, keine Chance. Und da ist halt der Unterschied. Und deswegen liebe ich auch wieder zum Beispiel Amerika. Da ist ein ganz gewaltiger Unterschied. Amerika ist nicht das Volk der Missgunst. Also es gibt es da auch gar nicht. Das merke ich auch mittlerweile bei meinem Bruder. Weil das fängt ja auch manchmal in Situationen an, wo man das selber gar nicht wahrnimmt. Also dass er zum Beispiel eine Person vorbeiläuft und du sagst Ach guck mal, Jens. Also mein Bruder heißt Jens. Was? Was trägt denn die für Klamotten? Und dann guckt mich mein Bruder an, sagt ja und? Und dann denke ich Oh ja, okay. Und dann merke ich richtig bewusst Da ist der Deutsche wieder in mir drin. So, und wenn du in Amerika ein Geschäft eröffnest und das machst du gut und du strengst dich an und es läuft, dann bist du, wirst du erfolgreich, weil die Leute sagen Hey, der macht das so gut, finde ich cool. Ja, und wenn du Scheiße machst, dann wirst du halt nicht erfolgreich. Und ich glaube, da drüben ist es. Korrigiere mich. Du bist viel, viel öfter drüben als ich. Da ist Geld für viele schon ein Lebensziel. Aber vor allen Dingen, glaube ich auch. Von der Denke, vom Mindset. Ein Werkzeug, um gestalten zu können. Also Geld gibt dir Mittel und Wege, um Dinge zu bewegen, die du vielleicht sonst nicht bewegt hättest. Da drüben. Genau richtig. Ja, so und auch da wieder. Ich finde daran nichts falsch. Nein, Und das ist halt auch genau so und das finden auch andere Leute nicht falsch. Wenn der, der sich ein fünftes Auto auf den Hof stellt, weil es geil ist, dann kommen die Leute sagen Boah, was sind das für geile Wagen. Also wow! So und nicht na ja, könnte ja mal eins abgeben. Ja, genau. Also wenn er das jetzt nicht gekauft hätte, dann ja. Also das Thema ist für mich glaube ich, wenn. Wenn man über Geld vielleicht anders denkt, also vielleicht eher so als Toolkit, als als Werkzeug und nicht als Wert an sich, dann kann man es ja vielleicht auch anders bemessen oder anders bewerten. Also ich glaube, Geld an sich macht nicht besser oder schlechter. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, es kehrt vielleicht nur die, die die guten oder schlechten Seiten hervor. Das ist wie so eine Lupe, die auch dann. Na also. Genau. Was glaubst du, was mit mir passieren würde, wenn ich mal richtig viel Geld hätte? Du kennst mich ja schon eine Weile. Also. Also, nehmen wir an, ich. Ich. Ich würde mal so, so richtig, richtig, richtig viel Geld haben. Ehrlich gesagt, würde ich, glaube ich, bei dir gar keinen Unterschied feststellen. Also kann ich mir nicht vorstellen. Ähm, weil. Also aus meiner Sicht hast du schon richtig, richtig, richtig viel Geld. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Ich. Wir gehen jetzt an mir gemessen aus. Also, weißt du, wir hatten ja gerade auch vor dem Podcast hatten wir so ein Gespräch. Da ist auch der Unterschied für viel Geld und wenig Geld ist ja im Grunde genommen egal. Also ja, ähm. Wir haben im Vorgespräch festgestellt, dass bezüglich Geld. Basti mir einiges voraus hat. Ja, obwohl ich weniger habe. Also das ist faszinierend. Also, es ist. Ja, Ja. Ähm. Und ich. Ich glaube, du würdest dich gar nicht ändern. Also du würdest vielleicht andere Dinge machen. Du würdest. Du würdest Dinge ausprobieren, die du jetzt vielleicht nicht ausprobieren würdest. Du würdest immer noch genauso wenig Zeit haben wie jetzt. Also da würde sich null ändern. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass egal also weil weil die Frage ist ja ab wann hast du denn viel Geld? Also sind es jetzt fünf Millionen fünfzig Millionen? Eine Milliarde? Was wäre für dich viel Geld? Für mich viel Geld. Wenn ich. Wenn ich so meine, für mich wäre viel Geld also jetzt auf mich bezogen oder auf Ja. Nein. Ähm, wenn wir können ja mal machen. Ja, also. Also ich bräuchte gar nicht viel mehr als ich jetzt habe, weil ich habe ja eigentlich alles, was ich will. Also ich habe ein Auto. Ich habe ein Dach über dem Kopf. Ich kann mir Essen kaufen, ich kann feiern. Ich fliege in Urlaub. Ja, vielleicht würde ich dann wenn. Also wenn ich jetzt die Möglichkeit hätte, dann würde ich vielleicht auch gerne mal in Business Class dahin fliegen. Aber nicht, weil ich irgendwie das Gefühl habe, weil ich dann was Besseres bin, sondern weil es einfach angenehmer ist. Ja, mehr Platz, mehr Platz. So, aber. Äh, ja, also nee, also es geht mir aber komischerweise genauso so und ja, also ich glaube, mehr Geld würde mich tatsächlich ... Es könnte sein, dass es mein Entspannungslevel hebt, aber. Also dass man. Dass Leute, die mich kennen, einfach merken, der ist entspannter geworden. Aber ich glaube, du würdest doch trotzdem. Also wenn du jetzt. Also jetzt gehen wir mal davon aus, hier würde morgen jemand. Ja, Du kriegst ein Schreiben per Email. Du hast irgendein Afrikaner in der Verwandtschaft, der will dir fünf und fünfzig Millionen. Ich habe nie auf die Idee. Die habe ich heute bekommen. Hast du bekommen? Hast du gerufen? Nein. Es ging nur darum, dass er quasi eine Vorauszahlung von fünf hundert Euro brauchte, um die ganzen Banktransfers abzuwickeln. Die hast du ja hoffentlich schnell überwiesen. Die habe ich überwiesen, weil ich gesagt habe, Gut, also wenn es nur daran liegt. Ja, Ja, dann wirst du ja quasi nächste Woche reich. Mit fünf und fünfzig Millionen sein. Ähm, ich wusste doch gar nicht, dass ich bei meiner Hautfarbe in afrikanischen Onkel habe. Aber es ist so! Das kann ja vielleicht ein Ausgewanderter sein. Stimmt. Also ich habe es auch nicht hinterfragt, weil es war einfach so klar. Ja, klar. Klar. Klar. Klar. Ja. So? Nee. Ich glaube, du würdest dann trotzdem noch einfach. Also, du würdest. Nee. Du würdest nicht entspannter werden, weil das nicht dein Naturell ist. Du würdest dich ja nicht zurücklehnen und sagen. So, Leute, Hey, war cool hier. Ähm, hier. Ihr wisst ja, wie ihr was machen sollt. Wenn ihr Fragen habt, dann könnt ihr sagen Ich bin nicht da. Ja, ansonsten macht einfach, wenn es schief läuft, Ist auch egal. Dann sagt mir ich überweis von meinen fünf und fünfzig Millionen bisschen was, dann läuft das schon. Nein, das bist du nicht. Was? Was? Was? Woran? Würdest bei dir merken. Also, du gewinnst jetzt, Sagen wir mal, im Lotto spielst du Lotto. Ähm. Ach nee. Also, wenn mein Bauchgefühl sagt. Ja, also das passiert so dreimal im Jahr, dass ich einfach sage, okay, so bin ich auch einfach so, ich sehe irgendwo Vorbeirauschen. Also dank der Werbung. Der Eurojackpot liegt bei ein hundert zwanzig Millionen. Ich sage Scheiß auf die sechs Euro. So bin ich auch. Oder was ganz oft kommt. Also das mache ich dann schon. Dann kriege ich eine WhatsApp, ein Foto von meiner Mutter, die hat irgendwelche Zahlen auf einen Zettel geschrieben Hast du Lust, Lotto zu spielen? Dann sage ich Klar, Mutti. Mache ich. Also das mache ich dann schon. Nur für meine Mutti. Das ist ja süß. So, und jetzt stelle ich mir gerade vor, du gewinnst irgendwie zehn Mille. So aber würde ich das an dir merken. Nee. Nein. Also würdest du es erzählen? Ja, doch. Dafür bin ich einfach zu. Ich mag es. Ich liebe ja, Geschichten zu erzählen. Also, das mag ich ja einfach. Und deswegen würde ich der Mutti, die hat mir die und die Zahl genannt. Und dann habe ich es wirklich gemacht. Ja. Ja, so würde ich es erzählen. Ja. Ja. Ja, Aber du würdest es nicht merken. Also, du. Also, ich. Ich. Ich merke es. Ich war jetzt letzte Woche. Ich glaube, du würdest öfter in Urlaub fliegen. Du würdest mehr reisen. Also. Ja, aber guck mal, auch das ist Ich würde es keinem Erzählen. Aber es gäbe Anzeichen. Ja. Nee, nee. Also auch das ist komischerweise gar nicht so unterschiedlich, weil ich habe jetzt angefangen, meine Foto, mein Handyfoto dazu zu sortieren. Ich habe irgendwie knapp dreißig tausend Fotos und ich habe gedacht Machst du das? Oh Gott, ja und ich habe ChatGPT gefragt, weil ich habe mit meinem Mann hier meinen Startbildschirm auf dem Handy sortiert, weil ich gedacht habe okay, ich möchte noch eine Seite haben, sag mir, wie habe ich auch so und das Gleiche habe ich gedacht, wenn du das kannst. Jetzt machen wir das mal für Fotos. Jetzt bin ich gerade dabei. Und das ist nicht ein Projekt, was du an einem Abend machst. So, und jetzt sortiere ich gerade. Ich bin gerade Reiter reisen und ich stelle fest, wie viel und wie viel ich vergessen habe und wie viel ich vor Corona gereist bin. Geil, oder? Da habe ich vier fünf Reisen im Jahr, auch wenn das vielleicht nur drei oder vier Tage waren. Aber, und das mache ich jetzt gar nicht mehr, also würde ich vielleicht wieder auf das Niveau zurückkommen, wenn ich dieses Geld hätte. Aber es wäre nicht so, und das habe ich jetzt gerade festgestellt. Ich war eine Woche richtig krank, habe also richtig flach gelegen. Ähm. Und nach dieser Woche dachte ich so Hey, es ist schon schön, den ganzen Tag auf dem Sofa zu liegen und sich nur darum zu kümmern, Tee zu trinken und vielleicht noch mal was zu essen. Aber dann dachte ich Was denn jetzt? Jetzt muss ich auch. Ich kann auch kein Lego mehr zusammenbauen. Das ist auch. Das ist jetzt langweilig geworden. Ich muss jetzt irgendwas machen, und dann würde das auch nicht ändern. Wenn ich jetzt fünf Millionen im Lotto gewonnen habe, dann würde ja dieses Gefühl immer noch in mir sein. Und ich glaube, so wäre es bei dir auch. Vielleicht würde ich andere Dinge machen. Ja, und ich würde vielleicht keine Dinge mehr machen, auf die ich keine Lust mehr habe. Das ist vielleicht der Punkt, dass der Luxus, sich dann aussuchen zu können, was man macht. Ja, also ich glaube, das ist dann tatsächlich Luxus. Aber ich glaube, diesen Luxus haben wir schon. Also wenn wir. Ja, da hast du eigentlich recht. Also wenn ich mir überlege, manchmal stehe ich morgens auf und denke So, warte mal, ich könnte jetzt das machen, aber ich könnte auch das machen und es wäre beides gut. Und ich mache jetzt das. Ich habe das letzte Mal komischerweise überlegt, weil viele wissen das ja auch. das ist kein Geheimnis, dass ich sehr, sehr früh aufstehe, sehr, sehr früh im Büro bin. Da gehen Andere ins Bett, da steht Martin auf und dann hab ich mir gedacht Wieso tust du dir einfach diese Scheiße an? Also um vier aufstehen, um fünf Büro. Aber du hast wahrscheinlich recht. Ich würde es dann wahrscheinlich weiter so machen. Ja, aber du würdest dann in deinem Büro sitzen und sagen. Nee, weißt du was? Auf das, was ich jetzt eigentlich, was ich sonst vielleicht machen hätte müssen, das überspringe ich jetzt. Ich nehme mir was vor. Also, wenn ich wirklich im Lotto gewinne, kannst du mich daran messen. Ich glaube, ich würde. Ich drücke das jetzt ganz vorsichtig aus mißliebiger Emails einfach löschen, Also nicht mehr beantworten, weil das ist ja so die totale Form von Luxus. Du kriegst irgendwie eine Beschwerde, eine blöde Email, irgendeinen Bürokratiemist und du drückst einfach weil du es kannst auf löschen. Es ist egal. Also Martin, ich will dir nicht zu viel vorwegnehmen, aber. Aber du machst das schon? Das klappt auch mit wenig Geld. Dabei lassen wir das jetzt erstmal. Tschüss. Tschüss.

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